Doppelmandate sind falsch!
Alexander Tschäppät (Stadtpräsident Bern, ehem. Nationalrat) ist nur eines von unzähligen Beispielen. Doppelmandate von Exekutivmitgliedern sind nicht selten, jedoch absolut falsch.
Die Rede ist von Exekutivmitgliedern, welche in einem 100%-Pensum für eine Gemeinde, Stadt oder einen Kanton engagiert und gewählt sind, jedoch zusätzlich auf einer zweiten Hochzeit, meist einer Legislative, tanzen. Abgesehen von der finanziellen Bereicherung auf Kosten des Steuerzahlers, stellt sich die Frage ob das Exekutivamt mit 100%-Pensum überbewertet ist oder aber der Amtsträger den Aufgaben nicht mehr vollumfänglich nachkommen kann. Keine der Möglichkeiten ist nur annähernd zufriedenstellend.
Ein Argument für Doppelmandate gibt es:
- Es hat zu wenig kompetente und motivierte Personen, um die unzähligen politischen “Ämtli” zu besetzen.
Das ist gleichzeitig auch das einzige und nicht wirklich stichhaltige Argument.
Alexander Tschäppät probiert es nun und möchte zusätzlich zum Berner Stadtpräsidium im Nationalrat Platz nehmen. Dank einer Spezialregelung seiner Partei (SP), welche Doppelmandate eigentlich nicht zulässt, was auch absolut richtig wäre…
Ein allgemeines Verbot von Doppelmandaten wäre dennoch grundsätzlich falsch, denn es liegt in der Verantwortung der Partei, dass sie nicht auf dem Buckel der Bevölkerungen Glanzkarrieren mit Doppelmandaten ermöglicht!

Inspirierender Blogpost.Habe einige gute Denkanstoesse gekriegt. Warte auf neue Beitraege zum Thema.