„Didier Burkhalter wird neuer Bundesrat und Urs Schwaller bleibt einmal mehr auf der Strecke“ (mauruszeier.wordpress.com | August 2009)

Perfekte Taktikt rettet der FDP den zweiten Bundesratssitz und vernichtet die Bundesratsträume von Urs Schwaller und der CVP. Exakt eine Stunde verging, zwischen dem Resultat des ersten Wahlgangs und der Entscheidung. Eine Stunde, welche Urs Schwaller zermürbte, Didier Burkhalter aufbaute, Christian Lüscher perfekt nutzte und schlussendlich Burkhalter in die Regierung hievte.

  • Didier Burkhalter
    Der Favorit setzte sich durch, räumte das Feld von hinten und profitierte von seiner linksliberalen Linie, welche ihm Stimmen von links bis rechts ermöglichte. Mit Christian Lüscher verfügte Burkhalter über einen ausgezeichneten „Tempomacher“, welcher im richtigen Moment ausstieg und seine Stimmen umzulenken vermochte.

    Bundesrat Burkhalter | FDP gewinnt!
    Bundesrat Burkhalter | Ruhig und besonnen

  • Christian Lüscher
    Lüscher hat gezeigt, dass man eine Kandidatur trotz einer Nichtwahl positiv nutzen kann. Zuvor in der Deutschschweiz kaum bekannt, nutzte er die Möglichkeiten, sein Gesicht national bekannt zu machen. Den Wahlkampf im Licht des „chancenlosen Kandidaten“ gestartet, gelang Lüscher die Nomination durch die Fraktion. Aufgestellt, dynamisch und gemeinsam mit Burkhalter gegen die CVP ging es weiter, die Sympathien stiegen.
    Den Höhepunkt erreichte Lüscher, als er nach dem dritten Wahlgang zugunsten seines Kollegen Burkhalter die Kandidatur zurückzog und diesem den Weg zur Wahl bereitete. Keine Spur von Machtlust oder Eigensinn sondern vielmehr staatsmännisches Verhalten! Der, aus meiner Sicht, beste Kandidat hat beste Werbung in eigener Sache gemacht! Ich rechne in Zukunft mit ihm!
  • Lüscher | Staatsmännisches Verhalten
    Lüscher | Staatsmännisches Verhalten
  • Urs Schwaller
    „Verlierer und Opfer der christdemokratischen Überheblichkeit“
    würde es meiner Meinung nach treffend beschreiben. Jahrelang wurde er als Bundesrat gehandelt, immer hat er sich taktisch zurückgehalten und auf die Chance gewartet. Nun hat er sie gesehen, die Kandidatur mit Pauken und Trompeten angekündigt, in der ARENA selbstsicher aufgetreten und im Bundeshaus kläglich und chancenlos gescheitert! Denn die Chance war, hätte man sie klar analysiert, gar nie wirklich da! Urs Schwaller’s Zeit als möglicher Bundesrat ist, so hoffe ich für ihn, vorbei. Nicht weil er durchaus ein guter Bundesrat hätte sein können, sondern vielmehr weil er zu alt ist!

    Grosser Verlierer | Mission missglückt
    Grosser Verlierer | Mission missglückt

Über den Autor Maurus Zeier

Politik und sonstige Alltagserlebnisse | mauruszeier.ch

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