Es wird keine Überraschung geben!


Die Bundesratswahl 2010 wird mit dem Entscheid von Moritz Leuenberger spannender, eine Überraschung wird es jedoch nicht geben. Sowohl SP als auch FDP werden ihre Sitze halten können, der Krimi wird auf Dezember 2011 verschoben.

Die aktuelle Kronfavoritin der SP.

Eine wahre Linke?

Simonetta Sommaruga (SP/Bern) ist die erste im „Lostopf“ der Bundesratswahlen 2010 und hat damit einen taktisch klugen Schritt gemeistert, denn noch geniesst sie die volle Medienpräsenz alleine und es sieht nicht danach aus, dass noch wichtige Leichen im Berner SP-Keller liegen. Sie kann sich präsentieren und sich damit einen leichten Vorteil gegenüber der starken, parteiinternen Konkurrenz verschaffen. Denn noch haben sich einige Sozialdemokraten über eine allfällige Kandidatur nicht geäussert. Die besten Chancen der „Unentschlossenen“ hat Jaqueline Fehr. Wäre sie doch der beinahe 1:1 Ersatz aus Zürich für Moritz Leuenberger und geniesst das Ansehen der „Wirklich Linken Frau“ in der SP. Wer nun zweifelt, sollte den Bericht in Ausgabe 30 der Weltwoche lesen – und wird merken, dass auch Fehr keine „Wirklich Linke Frau“ ist…

Vertreter der Wirtschaft - Johann Schneider-Ammann

Auch bei der FDP sind zwei Namen im (medialen) Vordergrund wobei (aus meiner Sicht) Johann Schneider-Ammann über die klar besseren Chancen verfügt. Nicht nur weil er Unternehmer und Bundespolitiker ist, sondern vielmehr weil bei Karin Keller-Sutter das „Liberale-Image“ durch den harten Sicherheitskurs in Frage gestellt werden muss.

Die Sicherheitspolitik als Stolperstein?

Für eine Prognose wäre es noch etwas zu früh (diese wird hier aber schon bald zu finden sein), die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten sind noch nicht abgeschrieben und die kommenden Wochen werden (im Gegensatz zur eigentlichen Wahl) noch Überraschungen bereithalten. Dass es letztendlich keine Überraschung geben wird, dessen bin ich mir jedoch bereits sicher.

Nicht zuletzt aufgrund folgender Punkte:

  • Die CVP hat keine Schwergewichte im Köcher, welche einen Sitz erkämpfen könnten.
  • Die Grünen haben (nach wie vor) zu wenig Macht im Bundeshaus.
  • Die SVP braucht für 2011 Partner und wird sich davor hüten, sich mit der FDP anzulegen. Die Attacke auf den SP-Sitz wird nur symbolischen Charakter haben.

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