„Es war einmal eine FDP!“ titelte DAS MAGAZIN am 20. Mai 2011 und beschrieb ausführlich die Talfahrt der FDP. Da der Text unter anderem auf Aussagen von Steinegger und Kopp beruht, sind es primär die Bilder welche zu denken geben. Da war mal eine Demonstration des Freisinns für mehr Freiheit und weniger Staat und da prangt das Titelbild des Porsches mit dem Aufkleber der FDP.

  • Muss die FDP grünliberaler werden, wie es Elisabeth Kopp behauptet?
  • Soll sich die FDP für Europa (und letztendlich für die EU) stark machen, wie dies einige (wenige) gerne hätten?

NEIN, denn die FDP hat nur einen einzigen Auftrag: Die konsequente Freiheit!

Der Liberalismus ist kein Spaziergang, der Liberale stets im Zweifel (wie es Konrad Hummler zu sagen pflegt) und die liberale Politik anspruchsvoll zu erläutern. Trotzdem oder gerade deswegen ist eine echte liberale Partei unumgänglich für ein erfolgreiches, innovatives und bürgerfreundliches Land. Der 10-Punkte-Plan für Liberale von Konrad Hummler ist ein Grundstein für den Freisinn, die knallharte liberale Politik die Konsequenz daraus.

  • Es genügt nicht ein Rauchverbot zu erlassen, nur weil die Marktteilnehmer zu wenig stark nach rauchfreien Lokalen gerufen haben.
  • Es ist sinnlos den Jugendlichen Killergames verbieten und damit erreichen zu wollen, dass diese nicht mehr existieren.
  • Es geht nicht an, zum Schutz der Bauern die Agrarmärkte geschlossen zu halten und die Landwirtschaft mit Subventionen in einer Scheinwelt jenseits von Preis und Leistung leben zu lassen.
  • Es gibt kein Grund bei Parallelimporten einzelne Branchen auszuklammern.

…die Punkte liessen sich ins Unermessliche erweitern.

Roger Köppel, Chefredaktor der Weltwoche, schrieb im Editorial vom 20. Oktober 2011: „Die Schweiz könnte heute auf die CVP verzichten, auf die FDP nicht.“ Ob das mit der CVP nun stimmt oder nicht, für die Aussage bezüglich der FDP würde ich die Hand ins Feuer legen. Ein Staat ohne starke liberale Kraft wird mittelfristig zu grosse Verwaltungen, unbequeme Kontrollen der BürgerInnen sowie unattraktive Bedingungen für die Wirtschaft schaffen.

Dass die liberale Partei eine Volkspartei ist, ist weltweit einzigartig. Genauso einzigartig wie die Innovationskraft, die Standfestigkeit der Wirtschaft sowie die relativ schlanke Verwaltung der Schweiz. Ob da wohl ein Zusammenhang besteht?

Zurück zum Freisinn!

Über den Autor Maurus Zeier

Politik und sonstige Alltagserlebnisse | mauruszeier.ch

3 Kommentare

  1. Ich bin völlig einverstanden – die Schweiz braucht eine liberale Partei und die FDP sollte ich konsequent als liberale Partei verstehen.
    Doch dazu ein paar Konsequenzen: Das würde bedeuten, die Wehrpflicht abzuschaffen; Parallelimporte uneingeschränkt zuzulassen; Subventionen auch an die Landwirtschaft zu bekämpfen (wie auch Hummler erwähnt hat). Gleichzeitig müsste sich aber eine solche Partei auch für das Funktionieren des Marktes einsetzen und Scheinmärkte bekämpfen.
    Das sind Positionen, die sich in der FDP nicht durchsetzen werden (so meine Prognose).

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