JA zum neuen Stipendiengesetz im Kanton Luzern!


Es gibt wenige Abstimmungsvorlagen, welche für die junge Generation so direkt spürbar sind wie das neue Stipendiengesetz im Kanton Luzern. Ich bin überzeugt, dass das neue Gesetz sowohl notwendig als auch eine grosse Chance gerade für die junge Generation darstellt. Es räumt auf mit alten Zöpfen, passt sich den Realitäten an und eröffnet neue Möglichkeiten. Meines Erachtens sind dabei folgende Punkte von zentraler Bedeutung:

Ende der Unterscheidung zwischen Berufs- und gymnasialer Matura
Das duale Bildungssystem der Schweiz ist möglicherweise einer unserer stärksten Trümpfe. Die Durchlässigkeit des Bildungssystems hält Türen offen und ermöglicht berufliche Erfolge und attraktive Ausbildungen auch für jene, welche den Knopf etwas später öffnen. Vom Realschüler zum Universitätsabsolventen, die Möglichkeit des Kurzzeitgymnasiums und die Berufsmaturität sind nur einige wenige Mosaiksteine aus diesem Erfolgsrezept. Das neue Stipendiengesetz trägt dieser Tatsache Rechnung und stellt die Berufsmatura und die gymnasiale Matura im Bezug auf Stipendien gleich. Es gibt für mich keinen Grund, weshalb ein Absolvent der Wirtschaftsmittelschule mit Berufsmatura dem Absolventen der Kantonsschule nicht gleichgestellt sein soll.

Gezielter Einsatz der Mittel
Die Aufgabe des Staates, insbesondere bei Ausbildungsbeiträgen, ist es bei nachgewiesenem Bedarf zu unterstützen und damit die Chancengleichheit zu wahren. Wenn alle Stricke reissen und ein Studium unmöglich wird, dann soll der Staat unterstützen können. Die Gefahr jedoch, dem süssen Gift des Sozialismus zu verfallen und auch bei Ausbildungsbeiträgen dafür schauen zu wollen, dass möglichst viele aus dem Topf des Staates essen können, ist allgegenwärtig und gefährlich. Während der gelernte Maurer oder die Coiffeuse Tag für Tag arbeiten und am Ende des Jahres ihre Steuern bezahlen, könnten diese für Studenten verwendet werden, welche ihr Studium auch anders finanzieren könnten, welche ineffizient studieren oder welchen durch diese Mittel der Anreiz entzogen wird, in den Semesterferien das Konto zu füllen. Diese Gefahr muss so gering wie möglich gehalten werden und auch hier wird das Stipendiengesetz sinnvoll angepasst. Weniger Leute gezielt unterstützen, nur jene unterstützen, welche die Mittel effektiv nötig haben und der Prozess der Unterstützung vereinfachen.

Alte Denkmuster verlassen, Leistung muss sich lohnen
Während meines berufsbegleitenden Studiums habe ich stets zwischen 50% und 60% in einem festen Arbeitspensum gearbeitet und mich auch beruflich weiterentwickelt. Für mich war von Beginn weg klar, dass ein Studium harte Arbeit bedeutet, dass grosser Einsatz notwendig ist und dass man nichts geschenkt kriegt. Diese Denkmuster sind es mitunter, welche die Schweiz als rohstoffarmes Land erfolgreich gemacht haben. Es kann und darf nicht sein, dass Anreize gesetzt werden, welche dazu führen, dass die Studenten auf Staatskosten ein lockeres Leben führen. Ihre gleichaltrigen Kollegen, welche den ganzen Tag arbeiten und Steuern bezahlen, haben dieses Leben auch nicht. Ein Studium ist ein Privileg und die Hochschulen in der Schweiz bieten für vergleichsweise wenig Geld hochattraktive Studiengänge an. Das neue Stipendiengesetz ist lediglich eine Anpassung an die vorhandene Realität und die Möglichkeit der Finanzierung über private Investoren ein erster Schritt in eine absolut richtige Richtung.

Bild der Pressekonferenz des JA-Komitees vom 23.04.2014 in Luzern.

Bild der Pressekonferenz des JA-Komitees vom 23.04.2014 in Luzern.

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